Aufzucht & Haltung
Artgerechte Mutterkuhhaltung vor den Toren Münchens – so wachsen unsere Charolaisrinder auf: mit Weidegang, frischer Luft und natürlichem Futter.
Unsere Philosophie: Respekt vor dem Tier
Am Zillerhof in München-Aubing glauben wir, dass gutes Fleisch dort beginnt, wo die Tiere ein gutes Leben führen. Seit Generationen bewirtschaftet Familie Naßl den Hof in der Ubostraße 24 und setzt dabei konsequent auf artgerechte Mutterkuhhaltung. Für uns bedeutet das: Unsere Charolaisrinder leben so nah wie möglich an ihrem natürlichen Verhalten – in der Herde, mit ihren Kälbern und mit viel Platz zum Bewegen.
Wir verzichten bewusst auf industrielle Methoden. Kein Anbindestall, kein Kraftfutter, keine Wachstumshormone. Stattdessen setzen wir auf Geduld, Erfahrung und eine tiefe Verbundenheit mit unseren Tieren. Jedes Rind auf unserem Hof kennen wir persönlich – seinen Charakter, seine Bedürfnisse, seine Geschichte.
Mutterkuhhaltung – natürlich aufwachsen
Das Herzstück unserer Arbeit ist die Mutterkuhhaltung. Nach der Geburt bleibt jedes Kalb bei seiner Mutter und wird über Monate hinweg natürlich gesäugt – in der Regel sechs bis acht Monate lang. Dieser enge Kontakt zwischen Kuh und Kalb ist entscheidend: Die Jungtiere lernen soziales Verhalten in der Herde, entwickeln ein starkes Immunsystem und wachsen stressfrei in ihrem eigenen Tempo heran.
Im Gegensatz zur konventionellen Rinderhaltung, bei der Kälber oft früh von ihren Müttern getrennt werden, respektieren wir den natürlichen Rhythmus. Die Kälber trinken Milch, wann sie wollen, und beginnen parallel, Gras und Heu zu fressen. Dieses langsame, natürliche Wachstum prägt später die Qualität des Fleisches – feine Marmorierung, zartes Muskelfleisch und ein vollmundiger, kräftiger Geschmack.
Sommer: Freier Weidegang
Sobald die Temperaturen im Frühling steigen und das erste frische Gras spriesst, geht unsere Herde auf die Weiden rund um München-Aubing. Von April bis in den späten Oktober hinein verbringen die Tiere ihre Tage unter freiem Himmel – auf grünen Wiesen, mit Zugang zu natürlichen Wasserstellen und Schattenplätzen unter alten Bäumen.
Auf der Weide bewegen sich die Rinder frei. Sie grasen in ihrem eigenen Rhythmus, ruhen sich wiederkäuend im Gras aus und pflegen ihre sozialen Bindungen in der Herde. Diese Bewegungsfreiheit ist essenziell: Sie stärkt die Muskulatur, fördert die Durchblutung und sorgt für eine gleichmäßige Fettverteilung im Fleisch – die Grundlage für die begehrte Marmorierung der Charolais-Rasse.
Unsere Weidenflächen werden extensiv bewirtschaftet: kein Einsatz von Pestiziden, keine Überdüngung. So wächst ein artenreiches Grünland, das nicht nur unsere Rinder nährt, sondern auch Lebensraum für Insekten und Vögel bietet.
Winter: Luftiger Offenstall
Wenn es draußen kalt und nass wird, ziehen unsere Rinder in den geräumigen Offenstall auf dem Hof. „Offenstall“ bedeutet: keine enge Box, keine Anbindung. Stattdessen ein großzügiger, überdachter Bereich mit offenen Seiten, der jederzeit frische Luft hereinlässt und gleichzeitig vor Wind und Niederschlag schützt.
Der Boden ist dick mit Stroh eingestreut – warm, trocken und bequem. Die Tiere können sich frei im Stall bewegen, ihre Liegeplätze selbst wählen und die Herdendynamik aufrechterhalten. An milden Wintertagen haben sie zusätzlich Zugang zum Außenbereich direkt vor dem Stall.
Diese Haltungsform ist aufwendiger als ein geschlossener Stall, aber der Unterschied zeigt sich an den Tieren: Sie sind ruhig, ausgeglichen und gesund. Atemwegserkrankungen, die in schlecht belüfteten Ställen häufig auftreten, kennen wir am Zillerhof praktisch nicht.
Natürliche Fütterung – ohne Zusatzstoffe
Was ein Tier frisst, bestimmt, was später auf Ihrem Teller landet. Deshalb nehmen wir die Fütterung unserer Charolaisrinder besonders ernst. Unser Prinzip ist einfach: Nur das, was die Natur hergibt.
Im Sommer besteht die Nahrung ausschließlich aus frischem Weidegras. Die artenreichen Wiesen rund um den Hof bieten eine vielfältige Mischung aus Gräsern und Kräutern – ein natürlicher Speiseplan, der alle Nährstoffe liefert, die die Tiere brauchen.
Im Winter füttern wir Heu und Grassilage, die wir im Sommer auf unseren eigenen Flächen geerntet und konserviert haben. Ergänzt wird das Grundfutter durch Mineralsteine, die den Tieren wichtige Spurenelemente liefern.
Worauf wir konsequent verzichten: Kraftfutter wie Soja oder Getreide, Wachstumshormone, prophylaktische Antibiotika und jegliche Leistungsförderer. Unsere Rinder wachsen in ihrem natürlichen Tempo – das dauert länger als in der konventionellen Mast, ergibt aber ein Fleisch von unvergleichlicher Qualität. Die langsame Reifung am lebenden Tier erzeugt jene feine intramuskulare Fettmarmorierung, die das Fleisch zart, saftig und aromatisch macht.
Warum artgerechte Haltung den Unterschied macht
Geschmack
Langsames Wachstum auf der Weide sorgt für eine feine Marmorierung und einen vollen, kräftigen Rindfleischgeschmack, den Sie bei Supermarktfleisch vergeblich suchen.
Tierwohl
Unsere Rinder leben in der Herde, bewegen sich frei und kennen keinen Stress. Das Ergebnis: ruhige, gesunde Tiere – und Fleisch ohne Stresshormone.
Transparenz
Vom Kalb bis zum fertigen Paket – bei uns können Sie jeden Schritt nachvollziehen. Wir verstecken nichts, denn wir haben nichts zu verstecken.
Nachhaltigkeit
Extensives Grünland, kurze Wege, regionale Vermarktung. Unser Kreislauf ist geschlossen: Das Futter wächst hier, die Tiere leben hier, das Fleisch bleibt hier.
Keine Zusatzstoffe
Kein Kraftfutter, keine Hormone, keine prophylaktischen Antibiotika. Nur Gras, Heu und frische Luft – so einfach kann gute Haltung sein.
Familienbetrieb
Familie Naßl führt den Zillerhof seit Generationen. Jedes Tier wird persönlich betreut. Das ist keine Massenproduktion – das ist Handwerk mit Herz.
Fragen zu Aufzucht & Haltung
Überzeugt? Dann probieren Sie unser Fleisch.
Erleben Sie den Geschmack artgerechter Haltung: zartes Charolais-Rindfleisch direkt von unserem Hof in München-Aubing. Stellen Sie sich Ihr Wunschpaket zusammen oder kontaktieren Sie uns für Fragen rund um den Hof.