Herkunft

Von Burgund nach München-Aubing

Die Charolais-Rasse – benannt nach der historischen Grafschaft Charolais im heutigen Burgund – zählt zu den ältesten und renommiertesten Fleischrinderrassen Europas. Bereits im 16. Jahrhundert wurden die cremefarbenen Rinder in den sanften Hügellandschaften Südfrankreichs gezielt auf Fleischqualität selektiert. Heute ist Charolais die dominierende Fleischrasse in Frankreich und weltweit in über 70 Ländern verbreitet.

Auf dem Zillerhof in München-Aubing führen wir diese Tradition fort: Unsere Herde lebt in artgerechter Mutterkuhhaltung – im Sommer auf den Weiden vor den Toren Münchens, im Winter im geräumigen Offenstall mit Stroheinstreu. Die natürliche Fütterung mit Gras, Heu und hofeigenem Getreide bringt die rassetypische Fleischqualität zur vollen Entfaltung.

Rassemerkmale

Was das Charolaisrind auszeichnet

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Ausgeprägte Bemuskelung

Charolais-Rinder entwickeln von Natur aus einen hohen Muskelfleischanteil. Die kräftige Statur mit breitem Rücken und ausgeprägter Keule liefert besonders viel verwertbares Edelfl eisch – von Filet über Roastbeef bis zur Hüfte.

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Feinfaserige Marmorierung

Das intramusukläre Fett verteilt sich in feinen Äderchen gleichmäßig im Fleisch. Diese Marmorierung sorgt beim Braten und Grillen für Saftigkeit, Zartheit und den typisch vollen Rindfleischgeschmack.

Robuste Konstitution

Charolais-Rinder sind widerstandsfähig, anpassungsfähig und für die ganzjährige Freilandhaltung bestens geeignet. Ihr ruhiges Temperament erleichtert den täglichen Umgang und reduziert Stress – gut für Tier und Fleischqualität.

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Natürliches Wachstum

Charolais-Kälber wachsen bei der Mutterkuh auf und werden auf natürliche Weise groß. Ohne Wachstumsbeschleuniger und Hormone erreichen sie ihr Schlachtgewicht in 24–30 Monaten – Geduld, die man schmeckt.

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Cremefarbenes Fell

Unverwechselbar: Das helle, cremefarbene bis weiße Fell ist das äußere Erkennungszeichen der Rasse. Ohne Pigmentierung im Fell können die Tiere Sonnenlicht besonders gut reflektieren – ideal für die Weidehaltung.

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Weltweit geschätzt

In Frankreich ist Charolais mit Abstand die Nummer eins unter den Fleischrinderrassen. Auch in Deutschland, Kanada, Australien und Südamerika setzen Betriebe auf die bewährte Genetik für Premiumfleisch.

Fleischqualität

Warum Charolais-Fleisch so besonders schmeckt

Charolais-Rindfleisch gilt unter Kennern als eines der besten Rindfleischsorten überhaupt. Der Grund liegt in der einzigartigen Kombination aus Genetik und Haltung:

Zartheit und Saftigkeit

Die feine intramusukläre Fettverteilung – die sogenannte Marmorierung – schmilzt beim Garen und durchzieht das Fleisch mit Geschmack. Charolais-Steaks bleiben auch bei hohen Temperaturen saftig, ohne auszutrocknen. Besonders beim Rückwärtsgaren oder auf dem Grill kommt die Qualität zur Geltung.

Kräftiger, reiner Rindfleischgeschmack

Im Vergleich zu Milchrinderrassen hat Charolais-Fleisch einen deutlich intensiveren, aber nie aufdringlichen Eigengeschmack. Die natürliche Fütterung mit Gras und Heu verleiht dem Fleisch eine angenehm würzige Note – ganz ohne künstliche Aromen.

Ideal für Steaks und Braten

Ob Filet, Roastbeef, Entrecôte oder Hüftsteak – die Edelstücke vom Charolais-Rind zählen zur absoluten Spitzenklasse. Aber auch Schmor- und Kochfleisch wie Rouladen, Gulasch oder Tafelspitz profitieren von der Faserstruktur: Das Fleisch wird beim langen Garen butterzart, ohne zu zerfallen.

Wet-Aging für noch mehr Geschmack

Ausgewählte Teilstücke – darunter Tafelspitz, Entrecôte, Braten und Gulasch – reifen am Zillerhof vier Wochen im Vakuum (Wet-Aging). Dabei bauen natürliche Enzyme die Muskelfasern ab: Das Fleisch wird noch zarter und entwickelt ein komplexeres Aroma. Diesen Unterschied schmecken Sie beim ersten Bissen.

Am Zillerhof

Unsere Charolais-Herde in München-Aubing

Mitten in München, im Stadtteil Aubing, betreibt der Zillerhof eine der wenigen verbliebenen Charolais-Herden im Münchner Stadtgebiet. Unsere Tiere leben in Mutterkuhhaltung: Kälber wachsen bei ihren Müttern auf, trinken Muttermilch und lernen auf der Weide das natürliche Herdenverhalten.

Die kurzen Wege sind unser größter Vorteil. Während konventionelles Rindfleisch oft Hunderte Kilometer transportiert wird, legen unsere Tiere maximal den Weg zur nahegelegenen Metzgerei zurück. Weniger Transportstress bedeutet bessere Fleischqualität – das ist wissenschaftlich belegt und am Teller spürbar.

Wir kennen jedes einzelne Tier. Vom Kalb bis zum Schlachttag begleiten wir unsere Rinder persönlich. Diese Nähe zum Tier ist für uns kein Marketingversprechen, sondern gelebter Alltag auf einem Familienbetrieb, der seit Generationen Landwirtschaft betreibt.

Wissenswertes

Häufige Fragen zum Charolaisrind

Die Rasse stammt aus der Region Charolais im heutigen Burgund (Saône-et-Loire) in Frankreich. Dort wurden die cremefarbenen Rinder seit dem 16. Jahrhundert gezielt auf Fleischleistung selektiert. Heute ist Charolais die wichtigste Fleischrinderrasse Frankreichs und in über 70 Ländern weltweit verbreitet.
Charolais-Rinder sind reine Fleischrinder – im Gegensatz zu Milchrinderrassen, die primär auf Milchleistung gezüchtet werden. Das Ergebnis: ein höherer Muskelfleischanteil, feinere Marmorierung und ein intensiverer, aber ausgewogener Geschmack. Die Fleischfasern sind feiner und das Fleisch bleibt beim Garen saftiger.
Für den Grill empfehlen wir Entrecôte, Roastbeef (als Steaks geschnitten), Hüftsteak und natürlich das Filet. Die Marmorierung des Charolais-Fleisches sorgt dafür, dass die Steaks auch bei hohen Temperaturen saftig bleiben. Tipp: Fleisch mindestens 30 Minuten vor dem Grillen aus dem Kühlschrank nehmen und auf Zimmertemperatur bringen.
Ausgewählte Teilstücke – darunter Tafelspitz, Entrecôte, Braten und Gulasch – reifen vier Wochen im Vakuum. Durch diesen Reifeprozess bauen natürliche Enzyme die Muskelfasern ab, das Fleisch wird zarter und entwickelt ein volleres, komplexeres Aroma. Die Reifedauer ist ein bewusster Qualitätsschritt.
In der Mutterkuhhaltung wachsen Kälber bei ihren Müttern auf, trinken Muttermilch und leben im natürlichen Herdenverband. Das reduziert Stress deutlich – und weniger Stress bedeutet nachweislich bessere Fleischqualität: Das Fleisch ist zarter, hat einen niedrigeren pH-Wert und eine schönere Farbe. Außerdem entspricht es unserem Verständnis von respektvoller Tierhaltung.
Probieren Sie es

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